Meditation

Der Begriff Meditation wird heute sehr vielfältig ausgelegt. Fast jeder Mensch versteht etwas anderes darunter. Für manche Menschen hat es mit Tiefenentspannung zu tun, um eine Loslösung vom Alltag zu bewirken. Der Wunsch nach Ruhe, Ablösung von Stress und Nervosität steht durch die heutige schnelllebige Lebensweise vielfach im Vordergrund. Ursprünglich stammt der Begriff von dem lateinischen Wort meditatio und bedeutet ein „Nachdenken, Nachsinnen, Überlegen“.

Heinz Grill

Heinz Grill geht, wenn er von Meditation spricht, von der gegenständlichen Meditation aus, bei der ein bestimmtes Meditationsobjekt oder ein konkreter Textinhalt mit spirituellem Thema gewählt wird und dieses Objekt längere Zeit in einer konzentrierten und wachen Aufmerksamkeit gehalten wird. Während dieser Zeit werden die körperlichen Bedingungen, die eigenen bereits erworbenen Erfahrungen, Emotionen und die strömenden Gedanken als unwichtig beiseite gestellt, damit diese still werden und das gewählte Objekt allein in der Mitte der Aufmerksamkeit ruht und dieses sich mit der Zeit dem Betrachter offenbart.
Zitat Heinz Grill: Heinz-Grill.de/die-meditation
In diesem Sinne wird Meditation praktisch zu einer sich immer mehr weitenden Bewusstseinsaktivität und zu einem Entwicklungsprozess, die sowohl zu einer immer tieferen Erkenntnis eines bestimmten Inhaltes führt als auch zur Entwicklung von neuen Gewohnheiten, bis diese authentisch aus dem Menschen selbst ausstrahlen und zu einem neuen Wesenszug bei ihm geworden sind.

Beispiele für Meditationen sind Meditationen zum Olivenbaum von Heinz Grill, die hier als Film ausgestaltet wurden.

MEDITATION Olivenbaum TEIL 1

MEDITATION Olivenbaum TEIL 2

Die folgende Meditation beschreibt die Kriterien, die dazu führen, dass der Einzelne, selbst wenn er krank ist, trotzdem eine gebende und lichtbringende Tätigkeit auf seine Umgebung ausstrahlen kann. Diese Kriterien stehen mit der Entwicklung des 5. cakra in Verbindung:

Die Übung zur Konzentration ist im Buch:
Grill, Heinz: „Übungen für die Seele“ näher beschrieben.
https://stw-verlag.de/produkte/uebungen-fuer-die-seele-neu/
(Auszug aus dem Meditationsinhalt 320 vom 22.11.25 von Heinz Grill)

Der Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner versteht die Meditation „als mittlerer Zustand zwischen Denken und Wahrnehmung“:

„Die Meditation ist ein mittlerer Zustand zwischen dem Denken und der Wahrnehmung, durch die sich der Mensch zugleich zwischen Luzifer und Ahriman gestellt sieht. Im grüblerischen, spekulativen Eigendenken waltet Luzifer; im passiven Wahrnehmen oder wenn man bloß äußeren Autoritäten folgt, wirkt Ahriman. Entwickelt der Mensch in der Meditation im wiederholten Nachsinnen des gegebenen Meditationsinhalts ein schöpferisches und zugleich lebendig miterlebtes Denken, dann bringt er die Einflüsse der beiden Widersachermächte ins rechtes Gleichgewicht und befreit sich von deren zwingenden Wirkungen. Zwischen den polaren Gegensätzen von Luzifer und Ahriman strömt dann die meditierende Seele hin und kann derart mit klarem Bewusstsein im wahren göttlich-geistigen Element leben.“

Kampfkünste

Praktizieren von Taijiquan

Besonders in asiatischen Traditionen der Kampfkünste wie dem Tai Chi, dem Chi Kung Dao, dem Kung Fu oder dem Qi Gong wird die Meditation eingegliedert in die Bewegungspraxis zur Verbesserung der Konzentration und der Beruhigung des Atems. Sie sind auch als Kampfkünste der Achtsamkeit bekannt. Teilweise werden auch Visualisierungsmethoden verwendet, um sich die unterschiedlichen Techniken leichter vorstellen und besser integrieren zu können.
Die Meditationsübungen dienen somit zur Entwicklung der Fähigkeiten von Konzentration, Disziplin und zur Steigerung des Selbstbewusstseins, aber auch um das körperliche und geistige Wohlbefinden zu stärken.

ZEN-Meditation

Die Zen-Meditation (Zazen) entstammt einer buddhistischen Schule, die ca. im 5. Jahrhundert in China entstand und etwa 700 Hundert Jahre später nach Japan gelangte. Sie gehört zu den gegenstandslosen Meditationsformen, bei denen sich der Praktizierende zunächst auf den Atem konzentriert und sich dann darauf konzentriert, wie der Atem kommt und geht. Bei dieser Form der Meditation ist das Ziel die höchste Stufe der Erleuchtung, das Nirvana, zu erreichen.
buddhistischer Mönch beim Meditieren